Haarverdichtung

Nicht jeder ist von Natur aus mit vollem, dichtem Haar gesegnet. Wer aber trotzdem den Wunsch nach einer volleren Mähne hat, der sollte eine Verdichtung der Haare in Erwägung ziehen. Professionelle Methoden bietet der Friseur an.

Methoden
Es gibt unterschiedliche Methoden um das Haupthaar zu verdichten. Grob unterschieden wird zunächst einmal in heißen und kalten Methoden. Unterschiede gibt es aber auch noch in der Haltbarkeit. Wer eine kurzfristige und einfache Lösung sucht, der greift zu Clipin-extensions. Hierbei werden die Haare unter dem Deckhaar durch Spangen fixiert. Man kann sie jederzeit wieder aus dem Haar herausnehmen. Wer eine dauerhafte Verdichtung wünscht, der sollte zu Bondings, Tapes oder Hartressen greifen. Auch mithilfe einer Ultraschallbehandlung kann das Haar verdichtet werden. Mithilfe von Molekülen werden die Keratin-Plättchen der Strähnen erwärmt. Dadurch können sie stabil und flach eingearbeitet werden. Die Methode ist sehr schonend, aber auch sehr aufwändig und teuer. Eine weitere Methode ist die Verwendung eines Laserbeamers oder Luftdruckgeräts. Die Methoden funktionieren sehr schnell und sind vergleichsweise günstig. Hier wird auch mit Hitze und Luftdruck gearbeitet um die Strähnen mit dem eigenen Haar zu verbinden. Per Selector werden die Strähnen manuell und einzeln eingearbeitet. An den Verbindungsstellen befindet sich ein thermoelastisches Polymer, welches erhitzt wird. Die Methoden Bellargo bzw. Shrinkies stellen eine Verbindung mit kleinen Schläuchen dar. Kommen diese mit Hitze in Verbindung, ziehen sie sich zusammen und verbinden sich mit dem eigenen Haar. Die Verbindungen sind dabei vergleichsweise dick. Die Methode ist vergleichsweise schonend, muss aber alle 4-8 Wochen nachgebessert werden.

Ein natürliches Ergebnis erzielen
Natürlich ist es der Wunsch der meisten Anwender, dass das Ergebnis natürlich wirkt und man nicht sieht, dass mit Fremdhaar gearbeitet wurde. Es muss darauf geachtet werden, dass der natürliche Haarton getroffen wird und auch die Haarstrukturen sich ähneln. Haarverdichtungen fließen meist in das Eigenhaar mit ein, so dass man keine auffälligen Übergänge hat. Die Bondingmethode eignet sich für sehr dünnes Haar leider nicht, da man hier die Tapes erkennen würde.
Haltbarkeit
Die Haltbarkeit einer Haarverdichtung ist grundsätzlich abhängig von der gewählten Methode. Wer zu einem Bonding greift, der kann mit einer Haltbarkeit von bis zu sechs Monaten rechnen. Die Bondings wachsen dabei langsam heraus. Werden Tapes verwendet, können diese bis zu einem Jahr halten. Jedoch muss der Friseur die Tapes alle sechs Wochen hochsetzen. Bondings können grundsätzlich mehrmals verwendet werden, wenn sie richtig gepflegt werden und von guter Qualität sind. Tressen hingegen halten maximal zwei Monate. Sie werden ins Haar eingeflochten und werden sichtbar, sobald sie herauswachsen.

Pflege
Eingearbeitete Haare bedürfen einer besonderen Pflege, damit sie lange halten. Allerdings sollte man seine Haare von nun an nur etwa ein- bis zweimal die Woche waschen. Vorzugsweise sind die Haare nicht über Kopf zu waschen, da dies die Verbindungsstellen stärker belastet. Um schnell fettendem Haar entgegenzuwirken, bietet sich Trockenshampoo an. Das Einmassieren des Shampoos sollte möglichst sanft geschehen. Ein Rubbeln bei der Wäsche und beim Trocknen der Haare sollte möglichst vermieden werden. Auch muss man vorsichtig sein bei der Wahl der Haarpflegeprodukte. Sie dürfen weder Schwefel noch Alkohol enthalten. Es wird zudem empfohlen, eine Spülung zur besseren Kämmbarkeit zu verwenden. Einmal die Woche sollte eine Haarkur die Haarstruktur wieder aufbauen. Diese darf allerdings nur in die Längen eingearbeitet werden.

Kosten
Die Kosten können sehr unterschiedlich sein. Sie sind abhängig von der Methode, der Länge und der Qualität der Haare sowie deren Menge. Günstige Extensions findet man im Internet schon für 30€. Manch ein Friseursalon arbeitet auch mitgebrachte Extensions ein. Eine professionelle Haarverdichtung im Friseursalon kostet hingegen zwischen 500 € und 1000 €.